Persönlicher Hintergrund
Künstlerisch und theologisch ausgebildet, stellte sich mir die Aufgabe einer Annäherung der beiden Gebiete. Eine Lösung war lange Zeit nicht in Sicht. Unbeabsichtigt entstanden dann in den letzten Jahren Holzschnitte. Vielleicht war das kein Zufall. Werden sie doch aus konkretem Material, handwerklich hergestellt und bedürfen keiner grossen theoretischen oder theologischen Überlegung. Der Holzschnitt ist eher sinnlich. Er verweist auf die Spuren des Holzes, aber auch des Wassers und der Sonne.
Die Sprache des Holzschnittes
Das dichte Schwarz des Holzschnittes wirkt undurchdringbar und ist von deutlicher Sprache. In seiner graphischen Gestaltung liegt eine Energie, die die dynamische Sprache des Lebens spricht. Das Poetische, wie das Symbolische, insbesondere das religiöse Symbol, eignet sich besonders für den Holzschnitt.
Die Bildergalerie
Es handelt sich um eine Auswahl von Bildern aus den letzten fünf Jahren. Die ursprüngliche Suche beginnt in der extremen Situation der Inuits. Es handelt sich dabei um eine Metapher. Die « Pole » der Kunst und der Religion sind heute unterkühlt und getrennt. Für mich wurde dies aber zum Ort der Initiation. Mit viel Liebe wird aus dem Holz Druckgraphik hergestellt, und das eben am kalten, unwirtlichen Ort des Poles. Der begangene Weg führt über eine fast mythisch archaische Welt zu uns vertrauteren Darstellungen. Blühende alpine Arnika und eine bretonische Dünenlandschaft zeigen eine schon alltägliche Welt. Sie blüht, atmet und ist lebendig und kann als Zeichen Gottes gedeutet werden.